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im Landkreis Nienburg



Der Elisabeth-Weinberg-Preis

2001
Jugendpreis in Stadt und Landkreis Nienburg
Für ein gleichberechtigtes Miteinander Für Zivilcourage Gegen das Vergessen Der ELISABETH-WEINBERG-PREIS zeichnet junge Menschen aus, die FÜR ein gleichberechtigtes Zusammenleben und GEGEN Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung von Menschen in Stadt und Landkreis Nienburg eintreten. Er würdigt und ermutigt junge Menschen, die sich ungeachtet der persönlichen Folgen couragiert gegen Gewalt, Unrecht und Ausgrenzung eingesetzt haben. Er fördert junge Menschen, die Erinnerungsarbeit leisten und Spuren vergangenen Unrechts und Unmenschlichkeit in Stadt und Landkreis Nienburg sichtbar machen. Träger/innen des Preises: Stadt und Landkreis Nienburg, Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Nienburg, Bürgerstiftung Nienburg, Werner-Ehrich-Stiftung Nienburg, Runder Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt in Stadt und Landkreis Nienburg (Initiator)

Weiteres siehe unter www.elisabeth-weinberg-preis.de

Preisverleihung des Elisabeth-Weinburg-Preises

Fest der Nationen am 8. September 2005

An diesem Tag fand ein multikulturelles Fest der Nationen statt. Aus dem Ankündigungs-Flyer: „miteinander – füreinander“, das Projekt der Burgerstiftung im Landkreis Nienburg unter der Initiative von Brigitte Bremer, sowie Lutz Sommerfeld als Programmverantwortlicher initiieren diese Benefizveranstaltung der Stadt Nienburg zugunsten der integrativen Jugendarbeit in der Region. Mit Unterstützung des Medienpartners Tageszeitung Die Harke, finanzieller Förderer wie der Sparkasse Nienburg und der Nienburger Werner-Ehrich-Stiftung sowie ideeller und tatkraftiger Unterstützung zahlreicher Gruppen, Vereine und Einzelpersonen wird ein musikalisches Programm mit vielen Showelementen geboten. Die gewollte Einbindung aller Konfessionen und Altersgruppen soll ein Zeichen setzen gegen Ausgrenzung, Intoleranz und Gewalt. Insbesondere Gruppen junger Nienburgerinnen und Nienburger werden das Event tatkräftig unterstützen. Das Programm gestalten deutsche, weisrussische, irische, türkische und kurdische Musiker und Interpreten sowie mit Bürgermeister Peter Brieber und Festredner Prof. Dr. Christian Pfeiffer hochrangige offizielle Gäste.
www.nienburg.de
Plakat vom Fest der Nationen   Fest der Nationen 2005




WABE: Weser-Aller-Bündnis für Demokratie und Zivilcourage

2006
Gegen Rassismus und Ausgrenzung, für mehr Toleranz und Zivilcourage setzt sich das "Weser-Aller-Bündnis: Engagement für Demokratie und Zivilcourage!", kurz WABE, in den Landkreisen Nienburg und Verden ein. In dem Projekt, das vom Verein "Bildung-Arbeit-Soziales-Erziehung" (BASE e. V.) ins Leben gerufen wurde, engagieren sich Landkreis und Stadt Nienburg sowie Landkreis und Stadt Verden für mehr Demokratie und Zivilcourage. Eine Koordinierungsgruppe aus kommunalen Vertretern der beteiligten Städte und Landkreise soll künftig die übergreifende Bildungs- und Jugendarbeit in beiden Landkreisen als Pilotmodell steuern und absichern. WABE – der Bündnisname steht auch als Symbol für den Netzwerkgedanken und den solidarischen Zusammenhalt der Demokratie. Gemeinsam will das Bündnis die Anstrengungen der gewaltfreien und antirassistischen Interessengruppen zusammenführen und qualitativ verstärken. Zielgruppe der Aktivitäten sind in erster Linie junge Menschen und Multiplikatoren. Sie will man in Schulen und Jugendhäusern, in Verbänden und Betrieben erreichen. Durch Bildungsangebote und Aufklärungsmaßnahmen sollen die jungen Menschen für Toleranz und gegen Ausgrenzung gestärkt und gegenüber neofaschistischer Propaganda immunisiert werden. Ein so genanntes "Flexibles Team Bildungsarbeit" unterstützt und begleitet interessierte Organisationen und Gruppen bei interkulturellen und gewaltpräventiven Vorhaben. Gefördert wird das Engagement aus Mitteln des Bundesförderprogramms Entimon. Den Beginn der Projektarbeit markiert eine Auftaktveranstaltung am Mittwoch, dem 7. Juni, ab 18 Uhr in der Verdener Stadthalle. Weitere Informationen zu WABE: Kreisjugendpfleger Landkreis Nienburg, Klaus Borck, Telefon (05021) 967-319. Die Koordinierungsgruppe aus Vertretern der beteiligten Städte und Landkreis
www.wabe-info.de
.

"Gesicht zeigen für Demokratie – mit Courage"

Unter dem Motto "Gesicht zeigen für Demokratie – mit Courage" finden im Rahmen des Lokalen Aktionsplans im Weser-Aller-Bündnis vielfältige Aktionen in Nienburg und Verden statt (s.o.). 16 Wochen lang betreiben in Nienburg Vereine, Parteien und Initiativen einen gemeinsamen Infostand, um über die Gefahren des Rechtsextremismus aufzuklären. Dabei zeigt sich der Kreisjugendring gerne mit den "Roten-Bunten-Jugenkarten".

Die Aktion von der Rote-Bunten-Karte




„Bücher aus dem Feuer“ Bundesweite Aktion auch in Nienburg!


05.05.2008
Am 10. Mai 2008, also am 75. Jahrestag der Bücherverbrennung 1933 durch die Nazis, werden wieder in ganz Deutschland Texte aus den damals verbrannten Büchern vorgelesen. An Schulen, Universitäten etc. von Lernenden und Lehrern, in Theatern, auf öffentlichen Plätzen, vor oder in Rathäusern, in Bibliotheken, Museen, Buchhandlungen, Restaurants etc. Unsere Aktion kann nur eines von hoffentlich vielen Zeichen sein. Je größer jedes Zeichen ist, umso mehr Wirkung geht von ihm aus. Weitere Infos im Infoblatt...
Überblick über die Lesungen in Nienburg
10:00 Uhr, Posthof
Einführung: Anke Märk-Bürmann, Klaus Schittko
Texte von Erich Maria Remarque
Vorleser: Henning Onkes
10:30 Uhr, Cup & Cino
Texte von Anna Seghers
Vorleser: Brigitte Bremer, Rosemarie Isensee
11:00 Uhr, Hasbergscher Hof
Texte von Else Laskar-Schüler
Vorleser: Flora auf dem Berge, Patricia Berger
11:30 Uhr, Spargelbrunnen
Texte von Erich Kästner
Vorleser: Martin Lechler, David Beier
12:00 Uhr, Georgstr./Ecke Lange Str.
Texte von Heinrich Mann
Vorleser: Marie Lechler, Peter Noß-Kolbe
12:30 Uhr, Maximilian
Texte von Kurt Tucholsky
Vorleser: Olga Suin de Boutemard
13:00 Uhr Abschluss im Posthof
Abschlussworte Ulrike Kassube

www.buecherlesung.de



„Sternmarsch für Demokratie“ am 23. Mai

Am 23. Mai ergab sich für die Nienburger erneut Gelegenheit zur Teilnahme an einem besonderen Ereignis: Zehn Schulen aus Stadt und Landkreis beteiligten sich mit rund 800 Schülerinnen und Schülern am „Sternmarsch für Demokratie“ zum Tag des Grundgesetzes. Ziel dieser Aktion war es, über die Schulen Kinder und Jugendliche dafür zu gewinnen, sich mit den Errungenschaften der Demokratie zu beschäftigen, sich daraus folgend für Demokratie und Menschenrechte zu engagieren und sich bewusst gegen Rechtsextremismus zu wenden. Der Sternmarsch sollte dazu beitragen, die Inhalte des Grundgesetzes lebendig und jugendgemäß zu präsentieren und die Öffentlichkeit an den Ergebnissen teilhaben zu lassen. So liefen denn auch die Vorbereitungen in den Schulen trotz der anstehenden Klausuren bzw. Abiturarbeiten auf vollen Touren. An diesem Punkt wurde klar: Die Organisatoren konnten nur eine Plattform bieten, die wesentliche inhaltliche und programmatische Arbeit blieb den Schulen vorbehalten. Von verschiedenen sternförmig angeordneten Treffpunkten aus gingen die jungen Menschen am 23. Mai durch die Straßen und trafen schließlich am Kirchplatz zusammen. Dort hatte die Stadt eine große Bühne aufgebaut. Transparente, von den Schüler/innen im Unterricht angefertigt, zeugten von der inhaltlichen Vielfalt unseres Grundgesetzes. Musikalische Begleitung erfuhr die Veranstaltung durch die Band der Leintorschule und die Bläser-AG des Marion-Dönhoff-Gymnasiums. Bürgermeister Henning Onkes und Landrat Heinrich Eggers hatten sich schon im Vorfeld deutlich hinter das Projekt gestellt und bekundeten dies auch in ihren Ansprachen. Interesse war auch aus zwei Grundschulen der Stadt angemeldet worden, die sich von ihren Schulstandorten aus mit einer Luftballonaktion in das Geschehen einbrachten. Finanzielle Förderung erfuhr das Projekt durch das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut – Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ über das Weser-Aller-Bündnis – Engagiert für Demokratie und Zivilcourage (WABE), durch Stadt und Landkreis Nienburg, durch die Sparkasse Nienburg, den Kirchenkreis Nienburg und den Runden Tisch.
Wörtlich:
Was mir der Sternmarsch gebracht hat:
„Man ist sich wieder bewusst geworden, wie gut es ist, dass wir in einer Demokratie leben!“
„Man hat sich wieder überlegt, dass wir es in Deutschland doch nicht allzu schlecht haben.“ Top war,
„… dass sich so viele Jugendliche getroffen haben und gemeinsam ihre Meinung vertreten haben“.
Und was ich sonst noch loswerden wollte: „Einerseits finde ich Demokratie gut, aber andererseits passt mir vieles nicht. Außerdem haben Leute, von denen ich weiß, dass sie Rechts sind, unter Plakaten gestanden und gelächelt.“
„ Ich fand es besonders beeindruckend, dass Schülerinnen und Schüler aus so unterschiedlichen Schulformen Gemeinsamkeiten zeigen konnten.“
„Für uns ist aus der Zusage, am Sternmarsch teilzunehmen, ein richtiges Projekt geworden, in dem 5 Klassen (8-10) drei Wochen lang am Thema und klassenübergreifend gearbeitet haben. Wir haben dazu u.a. zwei Plenumsveranstaltungen mit den jüngeren Klassen durchgeführt. Höhepunkt war das gemeinsame Einpflanzen eines "Baums der Freiheit". Diese Pflanzaktion wollen wir Tradition werden lassen. Unsere Arbeit an der Schule war also sehr positiv, wenn man so will, Höhepunkt des Schuljahres. Solches wollen wir im nächsten Jahr wiederholen.“ Ein nächstes Mal? Natürlich gab es nicht nur positive Eindrücke, sondern recht viel konstruktive, aber auch negative Kritik. Im Wesentlichen bezog sie sich auf die Organisation der Veranstaltung und auf die geringe Beteiligung der Jugendlichen im Vorfeld und bei der Durchführung. Die Würdigung der mit viel Aufwand hergestellten Plakate sei ebenfalls zu kurz gekommen.
Daraus entwickelten wir ein Profil für einen „ Tag der Demokratie“ im Jahr 2009:
Ein Freiheit-Plakat Noch ein Plakat beim dem Stewrnenmarsch Eine Gruppe die für mehr Demokratie und Freiheit ist Eine Plakat mit Menschen



Schule ohne Rassismus


Weser Kurier: Erst HipHop, dann geballte Informationen
Von: Anke Landwehr
Regionalkongress "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" mit 150 Teilnehmern Verden. Im Verdener Jugendzentrum wurde es gestern eng. Statt der ursprünglich erwarteten 70 Teilnehmer kamen 150 Jugendliche zum Regionalkongress "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage." Für Rudi Klemm von der Koordinierungsstelle des Weser-Aller-Bündnisses (WABE) ein Hinweis darauf, "dass es offenbar einen Mangel an solchen Veranstaltungen gibt." Die Schüler und Schülerinnen hatten zum Teil weite Anreisen hinter sich: Diepenau, im entferntesten Zipfel des Landkreises Diepholz an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen gelegen, war ebenso vertreten wie das emsländische Papenburg, Celle und Hannover. Am stärksten waren jedoch die WABE-Landkreise Verden und Nienburg präsentiert. Im Kreis Verden gibt es derzeit fünf Schulen ohne Rassismus, weitere sind interessiert - darunter die Berufsbildenden Schulen in Dauelsen. War die Initiative bisher überwiegend von Schülern ausgegangen, greifen nach Klemms Beobachtungen inzwischen auch Lehrkräfte den Gedanken auf, Schulen gegen Ausgrenzung zu positionieren. Begrüßt wurden die Kongress-Teilnehmer von Bürgermeister Lutz Brockmann. Dieser sei eine der treibenden Kräfte für das Weser-Aller-Bündnis gewesen und ein Förderer couragierter Schulen, so Klemm. WABE, erklärte Brockmann, sei aus dem Verdener Aktionstag gegen Rechtsextremismus im Jahre 2005 entstanden. Hier nun gehe es um die Vernetzung der Schulen ohne Rassismus mit ihren "vielen tollen Ideen", Demokratie und Toleranz zu leben. Bevor die Jugendlichen in diverse Workshops entschwanden, wurden ihnen noch lautstarke Unterhaltung und geballte Informationen geboten: Cy & Cyisaya, die später die Arbeitsgruppe HipHop leiteten, rappten eigene Texte; Autor Andreas Speit gab in seinem auf eine halbe Stunde begrenzten Vortrag einen Crashkurs in Sachen Rechtsextremismus - ein Gebiet, mit dem er sich seit Jahren befasst. Der Journalist warnte davor, aus den Finanz- und Personalquerelen der NPD Hoffnungen auf deren Niedergang abzuleiten. Die Partei sei auch früher schon pleite und zerstritten gewesen, ohne deswegen ihre Strategie aus den Augen verloren zu haben. In den Worten des NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt heiße das: "Wir holen die Leute da ab, wo sie sich geistig befinden." Also verkauften sich die Rechtsextremisten als Kümmerer in sozialen Fragen und als nette Nachbarn, "die man dann irgendwann auch mal wählen kann." Vor allem in Teilen Ostdeutschlands sei dieses Konzept aufgegangen, so Speit. Zuerst seien sie in die Kommunalparlamente, dann in die Landtage gewählt worden. Der Autor berichtete von NPD-"Stammtischen" mit 150 Teilnehmern und einer Talk-Runde in Leipzig zum Thema Kinderschänder, bei der die NPD "Staat und Sozialpädagogen äußerst geschickt ausgezählt" habe. "Und zum Schluss forderten sie die Todesstrafe." Die Partei habe sich längst professionalisiert, verjüngt und subtile Methoden für ihren Menschenfang entwickelt. Speit zeigte ein in Hamburg-Bergedorf aufgenommenes Foto, auf dem ein Mann in einem Käfig zu sehen ist. Daran ein Plakat: "Der letzte Deutsche". So werden diffuse Ängste geschürt und Hass erzeugt. Mit 650 Mitgliedern (bundesweit: 7200) scheine die NDP Niedersachsen unbedeutend zu sein, so Speit. Doch in dieser Partei gebe es keine Karteileichen, "da ist jeder Einzelne aktiv." Eine zunehmende Rolle spielten Frauen, die als Sympathieträgerinnen unter anderem in Vereinen aktiv seien. Auch sei die NPD die vereinende Kraft im rechtsextremen Spektrum. In Niedersachsen zählten dazu 350 "freie" Neonazis, 900 "subkulturelle" gewaltbereite Rechtsextremisten und 630 DVU-Mitglieder.
www.schule-ohne-rassismus.org

Das Schule-ohne-Rassismus-Schule-mit-Courage-Wappen. Wenn sie darauf klicken kommen sie zur Seite von Schule-ohne-Rassismuss-Schule-mit-Courage.


Grundschule am Bach, Nienburg

Unsere Schule nimmt seit 2001 am europäischen Projekt "Schule OHNE Rassismus/Schule MIT Courage" teil. In diesem Zusammenhang haben schon viele Aktivitäten stattgefunden: - interkulturelles Schulfest (gefördert durch den lokalen Aktionsplan gegen Rassismus und Ausgrenzung des Landkreises) - Fest zur Titelverleihung Schule OHNE Rassismus/Schule MIT Courage (gefördert von der mittlerweile leider abgeschafften Landeszentrale für politische Bildung) - Theaterstück gegen Gewalt (gefördert vom Flora-Projekt des Landkreises) - Besuch vom Fernsehen (Tiger-Enten-Club) - Nachmittagsbetreuung zur sozialen und schulischen Integration vorrangig für Kinder aus Migrantenfamilien (gefördert von Flora) - Teilnahme am Elisabeth-Weinberg-Preis - Jungen- und Mädchentage (gefördert von des Landeszentrale für politische Bildung)
www.grundschule-am-bach.de




4. Rock gegen Rechts am

Johann-Beckmann-Gymnasium

Das vierte "Rock gegen Rechts"-Konzert der Gruppe "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" (SOR-SMC) des Johann-Beckmann-Gymnasium (JBG) stand unter einem besonderen Motto: dem 60-jährigen Bestehen des Grundgesetzes. "Wir wollen ein Zeichen gegen Rechts setzen!", sagte Arne Röhrs, Leiter der SOR-SMC-Gruppe und Lehrer am JBG. Die Gruppe aus Schülern und Schülerinnen des Gymnasiums hat es sich zum Ziel gesetzt, möglichst großflächig über die Themen Rassismus und Diskriminierung zu informieren. Fünf Bands hatten den Weg nach Hoya gefunden und boten 400 Rock-Fans in der Aula ein abwechlungsreiches Programm. "4-Cycle Engine" machte den Auftakt und gab die Vorlage für einen gelungenen Abend. Bestehend aus fünf Schülern des JBG lieferten die Jungs ein Heimspiel ab, entsprechend begeistert zeigten sich die Fans. Anschließend gehörte "Modern Minority" die Bühne, die eine Menge Heavy Metal aufboten, jedoch nicht alle Zuhörer in ihren Bann ziehen konnten. Weiter ging es gegen 21.30 Uhr. Die Band "Mister Awens", mittlerweile routiniert, da schon zum 3. Mal bei Rock-gegen-Rechts dabei, präsentierte sich mit zwei neuen Bandmitgliedern und sorgte mit Punk-Rock für gute Stimmung. Ein besonderes Highlight war der Auftritt von "Absence of Malice". Schon im letzten Jahr angekündigt, damals jedoch verhindert, klappte es nun endlich mit dem Auftritt.Dieser war nicht zuletzt deshalb so heiß erwartet worden, weil Arne Röhrs selber als Keyboarder in die Tasten griff und mitrockte. So hatten die Schüler ihren Lehrer wohl noch nie gesehen.Die Rock-Musik der Gruppe, die schon mehrere Alben produziert hat, konnte sich wirklich hören lassen. "Fat Belly" hieß die letzte Band des Abends. Und die fünfköpfige Truppe aus Hannover ließ es noch einmal richtig krachen. Mit fetzigem Punk-Rythmen endete gegen 0.30 Uhr ein abwechslungsreiches Konzert, das in dieser Form sicher nicht zum letzten Mal in Hoya stattgefunden hat. Das"SOR-SMC" sorgte auch für die Bewirtung. Mit Bratwurst und Getränken konnten sich die Besucher stärken. Tanja Jorgas und ihr Team vom Fachdienst für Jugendarbeit des Landkeises Nienburg waren ebenfalls vor Ort. Anlässlich des 60 "Geburtstags" des Grundgesetzes stellten sie die "Blaue-Hand-Aktion" vor. Hierbei setzt jeder einen blauen Handabdruck auf ein Blatt Papier und schreibt den Artikel des Grundgesetzes dazu, den er persönlich am wichtigsten hält. " Die Jugendlichen sollen sich einmal näher mit dem Grundgesetz befassen und verstehen, wie wichtig es für jeden einzelnen ist. Man darf nicht vergessen: Demokratie und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit!", sagte Jorgas, die auch für das Projekt "Vielfalt und Demokratie am Fluss" des Weser-Aller-Bündnisses warb.

Die Harke, 2.04.2009



U18

Die Seite u18.org versucht Kindern und Jugendlichen die Welt der Politik näherzubringen. Man kann Wahllokale gründen,indem neun Tage vor den richtigen Wahlen Wahlen nachgespielt werden. „U18 ´09 ist die größte politische Bildungsinitiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland." Im Vordergrund steht dabei, dass Kinder und Jugendliche ihre eigenen Interessen erkennen und formulieren lernen, selbst Antworten auf politische Fragen finden -und aktiv zu werden.
mehr dazu unter: www.u18.org

Berliner Aufruf zum 9. November 2000

„Aufstehen gegen Gewalt“ Der Aufruf für Toleranz „Wir stehen für ein menschliches, weltoffenes und tolerantes Deutschland, für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Land, ungeachtet ihrer Weltanschauung, Religion, Kultur oder Hautfarbe. Wir verurteilen Hass, Gewalt, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Wir dulden keinen Antisemitismus, keine Schändung von Friedhöfen, religiösen und kulturellen Einrichtungen, keine feigen Übergriffe gegen Menschen in unserem Land. Wir stehen zusammen gegen das Wegschauen und die Gleichgültigkeit. Wir wollen ein Land, in dem kein Mensch Angst haben muss vor Verfolgung und Gewalt. Wir sind nicht allein. Unsere stärksten Waffen sind Mut zur Zivilcourage und Entschlossenheit. Auf uns, die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes kommt es an. ‚Die Würde ist unantastbar’. Wir stehen zu den Grundwerten unserer Demokratie. Der 9. November als Datum deutscher Geschichte im Guten wie im Bösen verpflichtet uns alle, die Demokratie stets aufs Neue zu verteidigen. …“